Wann eignet sich eine Holzheizung?

Wann ist die Anschaf­fung einer Holzhei­zung sinnvoll und mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Eine Holzhei­zung ist dann die richtige Wahl für Sie, wenn Sie umwelt­freund­lich heizen und sich zusätz­lich unabhängig von der Politik und den Preisen anderer Brenn­stoffe machen wollen.

Voraus­set­zung für die Montage einer Holzhei­zung ist genügend Lager­platz für den Brenn­stoff und die Verbren­nungs­an­lage. Sollten die bauli­chen Gegeben­heiten bei Ihnen vorhanden sein, lohnt sich die Inves­ti­tion in eine Holzhei­zung für Sie bei ausrei­chendem Bedarf fast in jedem Fall.

Oftmals wird eine Holzhei­zung in Kombi­na­tion mit anderen Techno­lo­gien genutzt. Unser Tipp: Holzhei­zung in Kombi­na­tion mit einer Solar­­thermie-Anlage. Hierbei können Sie in sonni­geren Zeiten auf die Nutzung der Holzhei­zung verzichten und diese in den Winter- und Herbst­mo­naten als ergän­zende Techno­logie nutzen.

Vor- und Nachteile einer Holzheizung

Vorteile

umwelt­freund­li­ches und nachhal­tiges Heizen

niedrige und konstante Preise des Brennstoffs

Unabhän­gig­keit von fossilen Brenn­stoffen und keine CO2 ‑Beprei­sung

Kombi­nier­bar­keit mit erneu­er­baren Technologien

Förde­rung von 35% + 10% Öl-Austauschbonus

Nachteile

Zeit- und Arbeits­auf­wand für Bestü­ckung und Reinigung

vergleichs­weise hohe Anschaffungskosten

Platz­be­darf

Dorian Prochota

Ihre neue Heizung: Wie gehen wir vor?
» Gemeinsam Schritt für Schritt.

Was ist eine Holzhei­zung und wie funktio­niert sie?

Im Gegen­satz zu der Gas- und Ölhei­zung wird die Holzhei­zung mit einem regene­ra­tiven Rohstoff nämlich Holz betrieben und ist deutlich umwelt­freund­li­cher. Der Rohstoff wird verbrannt, um Wärme zu erzeugen, die im Anschluss an die Heizkörper weiter­ge­leitet wird.

Die Holzhei­zung können Sie als vollwer­tige Heizung nutzen, sie ist aber mit einem gewissen Arbeits- und Zeitauf­wand verbunden. Durch Kombi­na­tion mit einem Puffer­spei­cher kann die Holzhei­zung auch zur Warmwas­ser­er­zeu­gung und in Ausnahme fällen je nach Hersteller auch zur Strom­pro­duk­tion genutzt werden.

Welche Holzhei­zungen gibt es?

Grund­sätz­lich lassen sich Holzhei­zungen in drei Katego­rien unter­teilen, die jedoch alle durch die Verbren­nung von Holz Wärme erzeugen. Unter­schied hierbei ist ledig­lich die Art der Aufbe­rei­tung bzw. die Form des Brennstoffs.

Sie sind inter­es­siert an einer Holzhei­zung? Dann haben Sie folgende Möglichkeiten:

Scheit­holz­kessel

Scheit­holz­hei­zungen werden mit ca. 25–50cm langen Holzscheiten bestückt, wobei die Größe dieser je nach Modell der Heizung variiert. Dank einer Fühler­tech­no­logie erkennt die Scheit­holz­hei­zung die Umgebungs­tem­pe­ratur und reguliert die Verbren­nung danach. Somit müssen Sie diese nicht wie bei einem Kamin­ofen selbst regulieren.  Jedoch sollten Sie beachten, dass eine Scheit­holz­an­lage im Vorhinein mit Holzscheiten bestückt werden muss, was einen gewissen Arbeits­auf­wand mit sich bringt.

Pellet­kessel

Die Pellet­hei­zung ist unsere große Empfeh­lung, denn mit ihr können Sie ohne großen Mehrauf­wand umwelt­freund­lich, nachhaltig und effizient heizen. Pellets werden aus Abfall­pro­dukten der Holzin­dus­trie herge­stellt und müssen ebenfalls gelagert werden. Über ein Saug- oder Schne­cken­system wird der Brenn­stoff in den Kessel geleitet, wo die Verbren­nung statt­findet. Die Pellet­hei­zung richtet sich hierbei ebenfalls nach Ihrer Wunsch­tem­pe­ratur. Genaueres zur Pellet­hei­zung finden Sie hier:

Hackschnitzel-Kessel

Die Hackschnit­zel­hei­zung verbrennt kleine Holzstücke, um Wärme zu erzeugen und muss im Gegen­satz zur Scheit­holz­hei­zung weniger oft befüllt werden, da diese automa­ti­siert aus dem Lager in den Heizkessel trans­por­tiert werden. Zu beachten ist, dass Hackschnitzel nicht als Abfall­pro­dukt bei der Holzver­ar­bei­tung entstehen, sondern extra für die Heizung herge­stellt werden und dass der Brenn­wert und Feuch­tig­keits­ge­halt dieser schwanken kann, was sich auf den Wirkungs­grad der Heizung auswirkt. Die Verbren­nungs­menge variiert je nach Ihrem Bedarf.

Macht eine Holzhei­zung viel Arbeit?

Sie sind auf der Suche nach einer neuen Heizung und wissen nicht, ob eine Holzhei­zung die richtige Wahl für Sie ist? Dann sollten Sie folgendes beachten:

Lager­platz

Für die Nutzung einer Holzhei­zung benötigen Sie vor allem ausrei­chend Platz zur Lagerung des Brenn­stoffs. Dieser unter­scheidet sich je nach Art der Heizung. Eine Pellet­hei­zung benötigt beispiels­weise weniger Lager­raum als eine Scheitholzheizung.

Bestü­ckung

Jede Art von Holzhei­zung muss manuell mit Brenn­stoff bestückt werden. Auch hierbei unter­scheiden sich die Heizungs­arten bedeu­tend, denn je nach Größe müssen Sie sogar täglich Brenn­stoff von Hand nachfüllen. Weniger Arbeit macht hier die Pellet­hei­zung, welche je nach Modell nur wöchent­lich befüllt werden muss.

Reini­gung

Bei der Verbren­nung von Holz entsteht Asche, die bei der Holzhei­zung in einem Asche­kasten aufge­fangen wird. Dieser muss ebenfalls von Hand geleert werden (ungefähr alle zwei Monate).

Eine Holzhei­zung ist somit für Sie im Gegen­satz zu einer Gas- oder Ölhei­zung mit deutlich mehr Zeitauf­wand verbunden, bietet Ihnen jedoch die Möglich­keit deutlich umwelt­freund­li­cher zu heizen und unabhängig von Anbie­tern der fossilen Brenn­stoffe zu sein.

Holzver­gaser detail­liert erklärt

Der Holzver­gaser sorgt im Grunde für eine ideale Verbren­nung, denn ohne ihn ist die Holzhei­zung immer von den gegebenen Luftver­hält­nisse abhängig. Der Vergaser ist ein von einem Gebläse unter­stütztes Gerät, das die Abgas­füh­rung und die Luftmengen reguliert, sodass im Kessel eine konti­nu­ier­lich gleiche Flamme brennen kann. Vorteil hierbei ist ebenfalls, dass der Vergaser die Rußbil­dung verhin­dert.

Welche Brenn­stoffe gibt es?

Holz ist ein regene­ra­tiver und nachhal­tiger Brenn­stoff. Verwendet werden vorwie­gend heimi­sche Laub- und Nadel­ge­hölze (bspw. Buche oder Fichte), wobei es wichtig ist, dass diese unbehan­delt und trocken sind. Vor allem schnell­nach­wach­sende Hölzer sind ideal als Brenn­stoff für die Holzhei­zung geeignet.

Vor allem die Holzscheit­hei­zung lässt einen einfa­chen Brenn­stoff­bezug vermuten, was aber nur bedingt richtig ist, denn auch diese müssen herge­stellt werden, um in die Anlage zu passen. Es reicht also nicht einfach Holz vom nahege­le­genen Förster zu kaufen, weil dieses noch nicht aufbe­reitet ist. Vorerst muss es in passende Größe gespalten und bis zu zwei Jahre getrocknet werden, da ein gewisser Feuch­tig­keits­grad nicht überschritten werden darf.

Hackschnitzel ist ebenfalls ein Produkt, dass vorwie­gend aus weniger wertvollem Holz wie Alt- oder Resthöl­zern herge­stellt wird.

Pellets hingegen werden aus den Abfall­resten der Holzin­dus­trie gepresst und haben einen hohen Brennwert.

Was kostet eine Holzheizung?

Inves­ti­ti­ons­kosten

Die Anschaf­fungs­kosten für eine Holzhei­zung sind deutlich höher als bei einer Öl- oder Gashei­zung und beginnen bei 15.000–18.000€. Je nach Modell und Gegeben­heiten bei Ihnen vor Ort sowie Größe des Lagers, können die Kosten jedoch auch höher ausfallen. Vorteil bei der Anschaf­fung einer Holzhei­zung sind bestehende Fördermöglichkeiten.

Betriebs­kosten

Die Betriebs­kosten einer Holzhei­zung sind ca. 45% geringer als bei herkömm­li­chen Öl- und Gashei­zungen und damit unschlagbar günstig. Hinzu kommt, dass auch zukünftig die Preise eher konstant bleiben werden und es keine CO2-Besteue­rung für Holzhei­zungen geben wird.

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